Menschen, die bereits langjährige Psychiatrieaufenthalte erlebt haben, können nur sehr schwer Fuß fassen. Viele von ihnen benötigen rund um die Uhr eine Betreuung, um den Alltag zu bewältigen.

Die Bremer Werkgemeinschaft hat im Jahr 1997 ein Gebäude mit Gemeinschaftswohnungen errichtet, in dem die Betroffenen ein Zuhause finden. In dem fünfstöckigen Haus mit Küche und Gemeinschaftsraum findet „Intensiv Betreutes Wohnen“ (IBW) statt. Mitarbeiter der Bremer Werkgemeinschaft helfen den Betroffenen, ihr Leben zu organisieren. Das beinhaltet, sich zu versorgen, Medikamente einzunehmen und das Taschengeld zu verwalten, aber auch zwischenmenschliche Konflikte zu lösen, die psychiatrische Behandlung einzuhalten und die Freizeit zu gestalten. Auch nachts ist jemand für sie da.

Das Wohnhaus in Gröpelingen ist im Jahr 2010 umgebaut worden. Sechs Einzelappartements sind entstanden. Insgesamt wohnen hier und in den Zweier- und Dreierwohnungen 20 Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen.